Kinder brauchen Geschichten

Jedes Kind liebt es vorgelesen zu bekommen. Das ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt das Vorlesen die Kreativität des Kindes und seine sprachlichen Fähigkeiten schon früh schult. Kinder denen vorgelesen wird entwickeln auch eher Freude am selbst lesen und weisen meist weniger sprachliche Defizite auf. Selbst das spätere Leseverhalten wird bereits im frühkindlichen Stadium durch wiederholtes Vorlesen gefördert. Viele Bücher sind für Kinder geeignet. Bilderbücher, Gute Nacht Geschichten und Märchen faszinieren besonders sehr kleine Kinder. Mit dem Alter wächst jedoch auch das Interesse für Erlebnisgeschichten.

Zudem belegte erst kürzlich eine Studie der „Stiftung Lesen“, dass Kinder denen regelmäßig vorgelesen wird, im späteren Leben bessere schulische Erfolge erzielen. Der Notenschnitt von Kindern denen zu Hause vorgelesen wird, liegt laut Studie um 0,4 Notenpunkte höher, als der Schnitt von Kindern denen nur selten vorgelesen wird. Ein weiteres Ergebnis der Studie war, dass Kinder denen vorgelesen wird vermehrt Freizeitaktivitäten nachgehen. Rund 66 Prozent der Kinder übt ein Hobby aus. Bei Kindern, denen man nicht vorliest sind es nur 11 Prozent. Ein Hörbuch jedoch ist kein Ersatz für das Vorlesen, zwar erweitert sich auch beim Hören von Geschichten oder Märchen der Wortschatz und das Gespür für Sprache wird geschult, jedoch kann keine positive Assoziation zum Lesen erzeugt werden. Denn Vorlesen ist für kleine Kinder, in erster Linie gemeinsam Zeit verbringen, gibt Geborgenheit und stärkt die Bindung. Diese positive Assoziation zu Büchern, und somit auch zum Lesen, bleibt bei den meisten Kindern ein Leben lang erhalten. Entscheidend ist natürlich die Auswahl des Buches.

Interessantes